Podiumsplatz als Geburtstagsgeschenk

Kategorie: VLN Mittwoch 27. August 2014 - 11:37

Die vier glücklichen Piloten von WTM (Foto: Björn Schüller).

Das Wochenspiegel Team Manthey (WTM-Racing) zeigte beim Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, dem siebten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, eine starke Vorstellung. Georg Weiss, Michael Jacobs, Oliver Kainz und Jochen Krumbach überquerten nach sechs Stunden mit dem Wochenspiegel-Porsche 997 GT3 RSR als Dritte die Ziellinie. Teamchef Georg Weiss: „Das waren heute bei den wechselnden Witterungsbedingungen schwierige und spannende sechs Stunden. Aber wir haben es geschafft, für unser Geburtstagskind Oliver Kainz einen Podiumsplatz einzufahren.“

Das morgendliche Training verlief bei WTM-Racing nicht ganz nach Wunsch. Kainz, der an diesem Tag seinen 45.Geburtstag feierte, schaffte zwar zu Beginn bei noch feuchten Bedingungen zunächst die Bestzeit. Doch anschließend gelang dem Team keine Zeitverbesserung mehr. Krumbach musste die letzte schnelle Runde abbrechen, da kurz vor Trainingsende wieder Regen einsetzte. Weiss: „Es wäre vielleicht mehr möglich gewesen, aber mit Startplatz sieben können wir ganz gut leben.“

Kainz fuhr wie gewohnt den Start. Das Geburtstagskind war gut in Form und hielt den Wochenspiegel-Porsche mühelos in der Spitzengruppe. Anschließend übernahm Weiss das Steuer und fuhr weiterhin in den Top 10. Der nächste Boxenstopp und Fahrerwechsel wurde dann aufgrund einsetzenden Regens vorgezogen. Doch Krumbach entschied, es noch einmal mit Trockenreifen zu probieren – eine Fehlentscheidung, die einen weiteren Stopp nach sich zog. Auf Platz elf zurückgefallen zeigte Krumbach dann eine starke Aufholjagd im Regen. Der Wochenspiegel-Porsche war bei diesen Bedingungen das mit Abstand schnellste Fahrzeug auf der Strecke.

Nach einigen Runden hörte der Regen auf und die Strecke begann abzutrocknen. Während zahlreiche Teams zurück auf Slicks wechselten, blieb Krumbach weiter auf Regenreifen. Eine richtige Entscheidung. Denn als plötzlich wieder starker Regen einsetzte, konnte WTM-Racing weitere Plätze gut machen und lag beim nächsten Wechsel auf Rang zwei. Auf nasser Strecke übernahm dann wieder Kainz den Wochenspiegel-Porsche und verteidigte mit Toprundenzeiten den Platz unter den besten Drei. Schlussfahrer Jacobs nahm die letzten Runden dann wieder auf Trockenreifen in Angriff.

Bis ins Ziel hatte er keine Schwierigkeiten, die Podiumsplatzierung zu halten. Von hinten drohte keine Gefahr mehr und eine Verbesserung nach vorn gegen den Rowe-Mercedes und den Haribo-Porsche war auch nicht mehr möglich. Da kurz vor Schluss noch einmal Regen einsetzte, legte Jacobs wie der Rest des Feldes noch einen Sicherheitsstopp für einenletzten Reifenwechsel ein, an der Reihenfolge änderte sich dadurch nichts mehr. Unter dem Jubel des Teams kam der Wochenspiegel-Porsche auf Rang drei ins Ziel. Weiss: „Das sind die schönen Momente im Motorsport. Da spielen die Enttäuschungen der bisherigen Saison dann keine Rolle mehr.“

Georg Weiss

„Es war das erwartete Regenroulette. Glücklicherweise lagen wir bei unseren Entscheidungen fast immer richtig. Und da die Fahrer heute keine Fehler gemacht und einen guten Job verrichtet haben, sind wir auf dem Podium gelandet. Ich bin stolz auf das gesamte Team.“

Michael Jacobs

„Es war schon toll, als Schlussfahrer den dritten Platz nach Hause zu fahren. Wir haben heute als Team gut funktioniert und für unser Geburtstagskind Oliver das richtige Geschenk ausgesucht. Aber ich habe mich auch sehr gefreut, denn in dieser Saison ist doch schon einiges schief gelaufen.“

Oliver Kainz

„An meinem Geburtstag habe ich mir einen Podiumsplatz gewünscht. Das es geklappt hat, ist schon Wahnsinn. Denn wirklich damit rechnen konnten wir nicht. Aber wir waren heute konstant schnell unterwegs und haben uns dieses Ergebnis verdient.“

Jochen Krumbach

„Nach der Fehlentscheidung beim ersten Boxenstopp dachte ich schon, wir hätten das Rennen vergeigt. Aber bei den wechselnden Verhältnissen konnten wir zum Glück den Fehler wieder wettmachen. Das Auto war heute, speziell bei den nassen Bedingungen, großartig.“

Quelle: Hasso Jacoby