Mit guter Vorbereitung nach vorne

Kategorie: VLN Mittwoch 10. September 2014 - 15:25

Im Car Collection SLS tritt Patrik Kaiser an (Foto: Martin Berrang).

Nach überzeugender Leistung von Patrik Kaiser (Schellenberg / Liechtenstein) und einem dennoch nur mäßigen Abschneiden des Fahrertrios auf dem von Car Collection eingesetzten Mercedes-Benz SLS AMG GT3 beim 7. Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) will es der Liechtensteiner Rennfahrer jetzt wissen. Physisch und psychisch bestens vorbereitet greift er beim nächsten Rennen am 13. September mit dem gleichen Auto erneut an.

Nur vier Stunden Renndistanz bleiben Patrik Kaiser und seinen Fahrerkollegen, um ihre Klasse beim 8. Lauf der VLN unter Beweis stellen zu können. Die drei Wochen Pause zwischen Rennen sieben und acht hat der 43jährige Liechtensteiner genutzt, um sich intensiv auf das Rennen vorzubereiten. „Schon beim letzten Rennen war ich wirklich fit und hochmotiviert, allerdings habe ich mich auch nicht bis an die Grenzen gefordert. Nicht zuletzt, um den Wagen nicht zu beschädigen“, so Kaiser rückblickend. „Für das kommende Rennen habe ich mir vorgenommen, deutlich schneller zu sein und am Ende in der Klasse und im Gesamtklassement weiter vorne zu liegen. Der pfeilschnelle Mercedes-Benz und die extrem anspruchsvolle Rennstrecke fordern dabei ihren Tribut: Wer nicht auf den Punkt fit ist, schafft es nicht über acht, neun oder gar zehn Runden konstant schnell zu sein und dem Druck der Konkurrenz standzuhalten. Wer körperlich abbaut, macht Fehler – ein Umstand, den die Nordschleife nicht verzeiht“, erklärt der Liechtensteiner Rennfahrer weiter. Mit Radfahren und Laufen hat er seine Ausdauer gesteigert und gefestigt, mit Kampfsport seine Sinne und Reflexe geschärft.

Dass am Nürburgring auch andere Faktoren über Sieg und Niederlage entscheiden ist allen klar, die jemals in der Eifel waren und eine Runde über die Nordschleife gedreht haben. Neben der extrem starken Konkurrenz, die alles daran setzen wird, Kaisers Erfolg zu verhindern, spielt das Wetter eine tragende Rolle: „Am Nürburgring kann es binnen weniger Minuten zum Wetterumschwung kommen – dann schüttet es wie aus Eimern und alle Pläne sind Makulatur. Es kommt sogar vor, dass es nur an einigen Stellen der Rennstrecke regnet. Du bist mit profillosen Slicks schnell unterwegs, kommst um eine Kurve und dort steht das Wasser auf der Straße. Solche Situationen können rennentscheidend sein.“ Kaiser hofft jedoch auf gutes Wetter, was nicht nur den vielen Rennfahrern, sondern auch den zahllosen Zuschauern entgegenkommt. „Wie dem auch sei“, sagt Kaiser im Gespräch vor dem Rennen, „ich freue mich auf ein Rennen in einem perfekt vorbereiteten Rennwagen, in einem erstklassigen Team auf der schönsten Rennstrecke der Welt. Sowohl ich als auch das Team haben ihren Beitrag für ein erfolgreiches Rennen geleistet, auf die Eifel-Überraschungen können wir dann nur reagieren und das Beste draus machen.“

Die Renndistanz beträgt vier Stunden, der Start erfolgt um 12 Uhr.

Quelle: Uwe Meuren